Wittes Welt
03.-05. Juni
2011

Ein Wochenende an der Weinstraße in der Pfalz

Weinberge Auch wenn wir selbst in Deutschlands größtem Weinbaugebiet Rheinhessen wohnen, haben wir keinesfalls das Interesse für andere Weinregionen verloren. Im Gegenteil, und so führt uns unser Ausflug über das lange Himmelfahrtswochenende dieses Jahr an die Weinstraße.

Auf unserem Weg von Gau-Algesheim in die Pfalz machen wir aber zuerst einen Halt in Flörsheim-Dalsheim beim Sekthaus Raumland. Bessere Sekte als bei Familie Raumland haben wir in Deutschland noch nirgends gefunden. Der Gault Millau mag umstritten sein, aber an dieser Stelle können wir dem Weinführer nur uneingeschränkt zustimmen: "Das ist Sekt vom Allerfeinsten, und nach solchen Qualitäten müsste man selbst in der Champagne recht lange suchen."

Restaurant - Gästehaus Prinz, Forst Mit den ersten erworbenen Kisten dieses Wochenendes geht es weiter immer die Weinstraße entlang bis nach Forst. Dort beziehen wir unser Quartier. Wir haben ein gemütliches, rustikales Zimmer mit Himmelbett.
Besonders empfehlen können wir das Restaurant Prinz in Neustadt/Diedesfeld, von dessen hervorragender Küche wir uns am Abend noch überzeugen werden (Tipp: Man sollte Vor- und Hauptspeisen unbedingt so wählen, dass immer noch Platz für ein "Lauwarmes Küchlein von der Valrhona - Schokolade" ist!).

Tor, Forst Für den Nachmittag ist die nächste Weinprobe beim Weingut Georg Mosbacher angesetzt. Wir verkosten sehr schöne Rieslinge und tragen schließlich zwei weitere Weinkisten zurück in unser Zimmer.
Zur Stärkung nach dem vielen Weinprobieren trinken wir erst einmal Kaffee und essen leckeren Käsekuchen im Garten des Gutsausschanks Heinrich Spindler im Schatten einer riesigen Platane.
Danach unternehmen wir einen Spaziergang durch die Forster Weinlagen. Die bekannteste ist das "Forster Ungeheuer", deren Name wahrscheinlich auf einen Amtsschreiber namens Johann Adam Ungeheuer zurückgeht.

Forster Ungeheuer
Geht's dir im Leben einmal gut
Und ist dir nichts zu teuer,
Dann, lieber Freund, mit frohem Mut
Trink Forster Ungeheuer!

Doch geht es dir erbärmlich schlecht
In dieser Welt Gemäuer,
Dann, lieber Freund, und dann erst recht
Trink Forster Ungeheuer!


Emil Helfferich (1878-1972)

Forster Ungeheuer
Auch unser zweiter Tag in der Pfalz ist ganz dem Wein gewidmet. Wir beginnen mit einer Weinprobe beim Weingut Rings im schönen Städtchen Freinsheim. Freinsheim Rings ist ein sehr interessantes, aufstrebendes Weingut, das wir in den nächsten Jahren unter Beobachtung behalten werden.
Danach machen wir einen Spaziergang durch die Altstadt von Freinsheim. Freinsheim hat übrigens neben vielen Türmen, Toren und einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer auch kulinarische Highlights zu bieten. Das mit einem Michelin-Stern dekorierte Restaurant Luther ist die erste Adresse am Ort. Wir statten dem "Luther" aber keinen Besuch ab, sondern genießen stattdessen Eisbecher im Café.
Die nächste Probe findet im Weingut Egon Schmitt in Bad Dürkheim statt, wo eine ziemlich Rebenvielfalt zu verkosten ist. So gibt es u.a. einen Lagrein und eine Scheurebe. Uns überzeugen die "Exoten" allerdings nicht so ganz und daher erwerben wir lieber ganz klassisch einen Spätburgunder und einen Riesling.
Zurück in Forst besuchen wir am Nachmittag schließlich noch das Hoffest des Weingutes Acham-Magin. Es gibt Leberknödel und Bratwürste mit Sauerkraut, dazu probieren wir uns durch die Weine.
Abends lassen wir unseren gelungenen Ausflug in die Pfalz im Restaurant Prinz ausklingen.

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